8. Mai 2025
von Wolfgang Ruch
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Kfz-Versicherung – Kostenfrei einen Zusatzfahrer einschließen

Viele Autofahrer nutzen ihre Fahrzeuge ausschließlich selbst und profitieren dadurch vom sogenannten „Alleinfahrerrabatt“ bei ihrer Kfz-Versicherung. Dieser Rabatt bedeutet jedoch auch: Es darf kein anderer Fahrer das Auto nutzen. Doch was tun, wenn es plötzlich erforderlich ist, das Steuer jemand anderem zu überlassen? Etwa bei einer langen gemeinsamen Reise oder wenn man selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht fahrtauglich ist?

Für solche Fälle bieten einige Versicherer eine kulante Lösung an: Die temporäre, kostenfreie Aufnahme eines Zusatzfahrers. Dies ist besonders praktisch, wenn nur für kurze Zeit ein weiterer Fahrer benötigt wird und man keine dauerhafte Vertragsänderung vornehmen möchte.

Nachfolgend finden Sie beispielhafte Regelungen einiger Versicherer:
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5. Mai 2025
von Wolfgang Ruch
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Mahnkosten bei Versicherungen

Es kann immer mal vorkommen, dass man vergisst, eine Beitragsrechnung zu einer Versicherung zu überweisen oder man den Beleg nicht als Zahlungsaufforderung verstanden hat oder das Konto nicht gedeckt war.

Handelt es sich um den Erstbeitrag der Versicherung, ist dies ein echtes Problem, da dann kein Versicherungsschutz besteht!
Handelt es sich um einen Folgebeitrag, dann besteht weiterhin Versicherungsschutz und die Versicherung mahnt den Beitrag an. Innerhalb der Mahnfrist sollte der offene Beitrag dann aber unbedingt bezahlt werden!

Nicht selten werden dann zusätzliche Mahnkosten zum Beitrag hinzugerechnet. Hier hat jetzt der BGH mit seinem Beschluss vom 20. September 2016 (Az. VIII ZR 239/15) klare Spielregeln aufgestellt.
Pauschale Mahngebühren in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gegenüber Verbrauchern sind unzulässig, sofern sie über die tatsächlich entstandenen Kosten hinausgehen. Diese Entscheidung stärkt die Rechte von Verbrauchern und setzt klare Grenzen für Unternehmen bei der Gestaltung ihrer AGB.
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2. Mai 2025
von Wolfgang Ruch
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Hausrat – Einbruch – BGH stärkt Rechte der Versicherungsnehmer

Ein Einbruch ist nicht nur ein Eingriff in die Privatsphäre, sondern auch ein finanzieller Schaden. Doch was passiert, wenn die Versicherung die Schadensregulierung verweigert, weil die Spurenlage nicht eindeutig ist? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem aktuellen Urteil (Az.: IV ZR 91/23) klargestellt, dass Versicherungsnehmer nicht benachteiligt werden dürfen, nur weil die Einbruchspuren nicht vollständig stimmig sind.

Der Fall im Überblick

Im vorliegenden Fall machte der Kläger als Erbe seines verstorbenen Vaters Ansprüche aus einer Hausratversicherung geltend. Er behauptete, dass unbekannte Täter in das versicherte Wohngebäude eingebrochen seien und einen Tresor mit Wertgegenständen entwendet hätten. Die Versicherung verweigerte die Zahlung mit der Begründung, dass das äußere Bild des Einbruchdiebstahls nicht hinreichend nachgewiesen sei, da die Spurenlage widersprüchlich sei. Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht gaben der Versicherung Recht. Der BGH hob jedoch die Entscheidung des OLG auf und verwies den Fall zur erneuten Verhandlung zurück.
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30. April 2025
von Wolfgang Ruch
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Wer muss für Pflegebedürftige Eltern zahlen?

Die Pflege der eigenen Eltern ist ein höchst sensibles Thema, das sowohl familiäre als auch finanzielle Konflikte bergen kann, wenn nicht im Vorfeld die Weichen dafür richtig gestellt werden.

Die Unterbringung in einem Pflegheim ist – wie wir alle wissen – kostenintensiv. Was aber, wenn diese Kosten die Ersparnisse oder die Rente übersteigen? Müssen dann automatisch die Angehörigen zahlen? Wie ist das mit der Pflege und wer muss wofür aufkommen?

Die Kosten für die Pflege variieren erheblich in Abhängigkeit vom jeweiligen Pflegeheim, dem Bundesland sowie dem Pflegegrad. Dabei übernimmt die gesetzliche Pflegekasse lediglich einen Teil der anfallenden Aufwendungen. Den verbleibenden Beitrag, den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil, müssen Pflegebedürftige selbst finanzieren.

Kommt es zu einer finanziellen Notlage, prüft zunächst das Sozialamt, ob Anspruch auf staatliche Unterstützung besteht. Reicht dies nicht aus, werden die Kinder zur Kasse gebeten, wie das BGB im § 1601 regelt.
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25. April 2025
von Wolfgang Ruch
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Ist eine Unfallversicherung für Kinder notwendig und sinnvoll?

895-menschen-im-rollstuhlEs passiert jeden Tag in deutschen Schulen und Kindergärten: Kinder albern herum, ohne sich großartig Gedanken über mögliche Folgen ihres Handelns zu machen. Dabei schlagen die Beteiligten gelegentlich über die Stränge, jemand wird verletzt – und ja, manchmal auch sehr schwer.

Nun stehen Schüler und Kindergartenkinder natürlich unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung – bekanntlich stellt diese hinsichtlich der finanziellen Entschädigung nur einen sehr überschaubaren Schutz dar. Wie wenig das im Detail ist, finden Sie in dieser Übersichert.
Die Welt ist das wahrlich nicht…
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18. April 2025
von Wolfgang Ruch
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Wohngebäudeversicherung – Versicherungssumme 1914

scale-210-210-03_191877567_2Die korrekte Wertermittlung in der Wohngebäudeversicherung ist ein überaus wichtiges Thema und sichert im versicherten Schadensfall eine angemessene Entschädigungsleistung. Die Versicherer akzeptieren in der Regel drei unterschiedliche Methoden für eine Wertermittlung nach Wert 1914, nämlich:

1. Wenn der Wert aufgrund einer vom Versicherer anerkannten Schätzung eines Bausachverständigen festgesetzt wird (=wird in der Praxis sehr selten angewandt).

2. Wenn der Versicherungsnehmer im Antrag den Neubauwert in Preisen eines anderen Jahres zutreffend angibt und der Versicherer diesen Betrag umrechnet (Umrechnung Neubauwert). Bei dieser Methode wird der Neubauwert (€ oder DM) mithilfe vom Baukostenindex in Goldmark (nach Wert 1914) umgerechnet. Die Formel hierzu lautet:
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10. April 2025
von Wolfgang Ruch
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Selbständigkeit – vereinfachte Buchhaltung beim Nebenjob

Wer zusätzlich zu seinem Job noch ein paar Euro dazuverdienen möchte, kommt um einen Nebenjob nicht herum. Das kann ein Minijob mit maximalen Einkünften von 556,- € im Monat sein, in dem man nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist oder auch um eine selbständige Tätigkeit.

Sollte man sich für eine selbständige Tätigkeit entscheiden, ist zwingend ein Gewerbe beim zuständigen Geberbeamt für ca. 25,- Euro Gebühr anzumelden. Wenn der Umsatz geringer als 25.000,- Euro im Jahr ist, kann man beim Finanzamt die Kleingewerberegel gem. §19 USTG beantragen und muss dann in seinen Rechnungen keine Umsatzsteuer berechnen und an das Finanzamt abführen.>
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7. April 2025
von Wolfgang Ruch
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Investmentsteuerreform zum 1.1.2025 – Änderung zum Zwischengewinn

Leider sind es manchmal die kleinen Dinge, die einem erst gar nicht auffallen, aber dann doch große Auswirkungen haben.

Zum 1.1.2025 hat der Gesetzgeber eine Reform des Investmentsteuergesetzes beschlossen und den sogenannten Zwischengewinn bei Kauf und Verkauf abgeschafft. Diese Änderung hatte ich zwar zur Kenntnis genommen, ihr jedoch zunächst keine große Bedeutung beigemessen.

Wie war es bisher geregelt? (am Beispiel einer deutschen Staatsanleihe)

Eine Anleihe hat einen Zins von 5 %, der immer am 31.12. eines Jahres ausgezahlt wird. Kauft man diese Staatsanleihe im Sommer, erhält man trotzdem den vollen Zins des gesamten Jahres am Jahresende. Natürlich verkauft der bisherige Inhaber das Papier nicht zum Nennwert, denn er möchte die Zinsen für das erste Halbjahr vom Käufer zusätzlich zum Kaufpreis erhalten – schließlich bekommt der Käufer ja zum Jahresende den Zins für das ganze Jahr.
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2. April 2025
von Wolfgang Ruch
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PKV – Beitragserhöhung und Tarifwechseloption

Viele privat Krankenversicherte erleben es Jahr für Jahr: Die Beiträge zur Krankenversicherung steigen. Besonders im höheren Alter kann dies zu einer spürbaren finanziellen Belastung werden.

Wenn auch Sie in der PKV versichert sind, haben Sie vermutlich in den letzten Jahren nicht nur eine Beitragserhöhung erhalten, sondern gleichzeitig auch sogenannte Tarifänderungsvorschläge Ihres Versicherungsunternehmens. Diese Angebote beziehen sich auf andere kostengünstigere Tarife innerhalb desselben Versicherers.

Hierbei handelt es sich nicht um einen Verbesserungsvorschlag der PKV, sondern um eine gesetzliche Verpflichtung. Diese ist in § 6 Abs. 2 VVG-InfoV geregelt.

Dort heißt es:

„Bei Versicherten, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, ist der Versicherungsnehmer auf Tarife, die einen gleichartigen Versicherungsschutz wie die bisher vereinbarten Tarife bieten und bei denen eine Umstufung zu einer Prämienreduzierung führen würde, hinzuweisen. Weiterlesen →

31. März 2025
von Wolfgang Ruch
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AXA Immoselect – Die letzte Auszahlung und die Lehren aus der Krise

Der offene Immobilienfonds AXA Immoselect war über viele Jahre ein beliebtes Anlageprodukt für Privatanleger. Doch die Finanzkrise 2008 und strukturelle Schwächen des damaligen Fondssystems führten zu einer folgenschweren Kettenreaktion. Der Fonds investierte langfristig in Immobilien, ermöglichte jedoch die tägliche Rückgabe von Anteilen – ein System, das in der Krise nicht tragfähig war.

Als vor allem institutionelle Anleger im Zuge der Finanzkrise ihre Anteile massenhaft zurückgaben, reichte die Liquidität nicht aus. Der Fonds musste eingefroren und letztlich geschlossen werden. So wie dem AXA Immoselect erging es insgesamt 17 offenen Immobilienfonds mit einem verwalteten Vermögen von über 8 Milliarden Euro.

Um solche Probleme zukünftig zu vermeiden, hat der Gesetzgeber das Modell reformiert: Seitdem gelten eine Mindesthaltedauer von zwei Jahren und eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten bei Anlagen in offenen Immobilienfonds.
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