Die Entwicklungen an den Finanzmärkten haben erneut Einfluss auf die Baufinanzierung. Nach einer Phase vergleichsweise stabiler Zinsen sehe ich für 2025 steigende Kosten auf Immobilienkäufer zukommen. Doch was steckt hinter dieser Entwicklung, und was bedeutet sie für Bauherren und Eigenheimbesitzer?
Warum steigen die Bauzinsen?
Ein zentrales Thema ist das geplante milliardenschwere Investitionsprogramm der Regierung. Bereits die Ankündigung hat zu Bewegung am Anleihenmarkt geführt: Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen sind innerhalb kurzer Zeit deutlich gestiegen. Da diese Renditen als Richtwert für die Refinanzierung der Banken dienen, reagieren Kreditinstitute mit steigenden Bauzinsen.
Neben innenpolitischen Faktoren spielen auch globale Unsicherheiten eine Rolle. Die wirtschaftliche und politische Lage in den USA, Handelskonflikte und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen die Risikoeinschätzungen der Banken. In unsicheren Zeiten verlangen Kreditgeber höhere Zinsen für langfristige Darlehen – eine Entwicklung, die sich in den aktuellen Prognosen widerspiegelt.
Wie hoch könnten die Zinsen steigen?
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Über viele Jahre hinweg mussten Banken für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Zinsen zahlen – sogenannte Negativzinsen. Um diese Kosten weiterzugeben, haben zahlreiche Kreditinstitute „Verwahrentgelte“ von ihren Kundinnen und Kunden eingefordert. Im Februar 2025 hat nun der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass entsprechende Klauseln in den meisten Fällen unwirksam sind. Für Bankkunden stellt sich damit die Frage, ob sie Negativzinsen zurückfordern können und welche Schritte erforderlich sind.

