27. Februar 2017
von Wolfgang Ruch
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Wohngebäude – Die Sache mit den Leitungswasserschäden…

scale-210-210-03_191877567_2Im vergangenen Monat kam es an einem Mehrfamilienhaus in der Coburger Innenstadt zu einem spektakulären Versicherungsfall: Ein Wasserzulaufschlauch löste sich kurz nach dem Einschalten von einer Waschmaschine und tausende Liter suchten sich über Stunden lautlos und ungehindert den Weg in jeden Winkel des Hauses. Lehmdecken, Böden und die Wände des knapp 30 Jahre alten Gebäudes saugten sich wie ein Schwamm so voll, dass das Gebäude drohte einzustürzen und alle Bewohner evakuiert werden mussten. Die Schadensumme erreichte einen hohen sechsstelligen Bereich. Der Schadenverursacher war übrigens zur Arbeit gegangen und wurde erst sehr viel später mit dem Ergebnis konfrontiert.

Ein Szenario, von dem viele Wohngebäudeversicherer ein Lied singen könnten. Wie eine aktuelle Statistik des GDV zeigt, häuften sich in den letzten Jahren im Bereich der Wohngebäudeversicherung insbesondere die Schäden im Bereich Leitungswasser immens. Hierunter fallen auch Kosten für Trockenlegungen, Austausch von Fliesen und Parkettböden sowie die Unterbringungskosten des Versicherungsnehmers in ein Hotel bei (temporärer) Unbewohnbarkeit der Wohnräume.
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24. Februar 2017
von Wolfgang Ruch
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Unfallversicherung – spezieller Schutz für Senioren

895-menschen-im-rollstuhlRentner haben keine Zeit, aber viele Interessen. So oder so ähnlich könnte man die Menschen beschreiben, die sich in ihrem Lebensabend befinden aber dennoch das Leben voll genießen wollen. Denn auch Senioren werden weiterhin Skifahren, in den Urlaub fahren oder ganz allgemein ihren Hobbys nachgehen.

Aktuell gibt es ca. 17 Millionen Menschen in Deutschland die 65 Jahre oder älter sind. Die Tendenz ist steigend. Ich möchte sie im folgendem speziell auf die Auswirkungen in der Unfallversicherung hinweisen.

Gibt es überhaupt etwas Besonderes zu beachten oder gar spezielle Tarife?

Gesetzliche Unfallversicherung
Rentner sind in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht mehr abgesichert. Das bedeutet ein Großteil der Personen haben keinen gesetzlichen Unfallschutz mehr.
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20. Februar 2017
von Wolfgang Ruch
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Riester-Rente – sinnvoll oder nicht?

Rike / pixelio.de

Bevor man sich für einen konkreten Riester-Vertrag entscheidet, sollte man sich erst einmal mit der Historie dieses Produktes und den Gründen der Politik für die Einführung der Riester-Rente beschäftigen:

Den Ausspruch des damaligen Arbeitsministers Norbert Blüm 1997 im Deutschen Bundestag bei der Lesung der Gesetzesreform zur Gesetzlichen Rentenversicherung „Die Rente ist sicher“ ist vielen sicherlich noch bekannt.   Ob er damit seine Rente meinte oder einfach nur eine Rente in unbekannter Höhe, ist bis heute nicht geklärt. Es gab heftige Diskussionen im Bundestag und das Demographieproblem (immer mehr ältere Menschen und immer weniger Kinder) wurde erstmals in der Rentenformel zur Gesetzlichen Rentenversicherung erfasst.
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14. Februar 2017
von Wolfgang Ruch
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Kfz Versicherung: Teilkasko und die Kuh auf der Motorhaube

Kürzlich erhielt ich das Bild mit der Kuh auf der Motorhaube eines BMW zusammen mit der lustigen Frage, ob dies denn in der Kfz Versicherung abgesichert sei…
Kuh auf BMW

Das habe ich gerne aufgegriffen und über Facebook einmal folgende Frage gestellt:

Kleine Quizzfrage an meine Kunden und Leser (nicht an meine Kollegen!!!) Wäre dieser Schaden in der Kfz Teilkasko-Versicherung abgesichert? Was ist Eure Meinung?

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16. Januar 2017
von Wolfgang Ruch
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Arbeitnehmerhaftung – Wo, wann und wie haften eigentlich Arbeitnehmer?

Wer anderen einen Schaden zufügt, ist erst mal prinzipiell gemäß § 823 BGB zum Schadensersatz verpflichtet. Diese Regelung ist bestens bekannt. Für die Kostenübernahme aus dieser Haftung sollte jeder eine Haftpflichtversicherung besitzen.

Doch wie sieht es mit der Haftung als Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber, den Arbeitskollegen oder Dritten (z.B. Kunden) aus? War da nicht irgendwas mit maximal 3 Monatsgehältern?

Ich möchte Ihnen im Folgenden das ein oder andere Interessante rund ums Thema Arbeitnehmerhaftung mit auf den Weg geben.

Grundsätzliches
In der Regel handelt es sich um Fälle, bei denen Arbeitnehmer während der Erbringung ihrer Arbeitsleistung Schäden verursachen. Dies können Personen- oder Sach- oder auch reine Vermögensschäden sein. Sie können den Arbeitgeber selbst, andere Mitarbeiter, Kunden oder sonstige Dritte, die mit dem Unternehmen nicht in einer Vertragsbeziehung stehen, treffen.
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13. Januar 2017
von Wolfgang Ruch
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Pflegerente – Was heißt eigentlich zu teuer?

895-menschen-im-rollstuhlDass Pflege Geld kostet und über die Zeit auch zu einem erheblichen Kostenrisiko werden kann, ist vielen Kunden mittlerweile bekannt.

Für wen kann eine Absicherung eigentlich sinnvoll sein?
Als erstes denkt man wahrscheinlich an das Ehepaar. Aus der gemeinsamen Kasse werden die Ausgaben des täglichen Lebens bestritten. Wenn hier ein Pflegefall eintritt, werden die dafür anfallenden Mehrkosten in der Regel höher sein als die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Hier steht also die Deckung der im Pflegefall anfallenden Mehrkosten im Vordergrund.

Die zweite Zielgruppe sind die Angehörigen. Sicherlich ist Ihnen die Frage: „Wie viele 1601er haben Sie?“ schon mal begegnet. Kern der Frage ist die Aussage, dass Familienangehörige einander zum Unterhalt verpflichtet sind (§ 1601 BGB). Das heißt, wenn das Einkommen und Vermögen des zu Pflegenden nicht ausreicht, wird er zwar zunächst aus den Sozialkassen unterstützt. Allerdings werden diese versuchen die Kosten von der Allgemeinheit abzuwenden und nach Möglichkeit Regress bei den Angehörigen nehmen. Nun soll hier nicht verschwiegen werden, dass den Angehörigen hier durchaus auskömmliche Freibeträge zugestanden werden, bevor hier Forderungen gegen sie geltend gemacht werden können. Allerdings werden die meisten im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten auch entsprechende Planungen haben, so dass auch jenseits der Freibeträge diese ungeplanten Ausgaben eine deutliche Belastung sein werden.
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11. Januar 2017
von Wolfgang Ruch
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Kfz-Versicherungsschutz im Ausland oder „Die grüne Karte“

4710-regenbogenbildMit dem eigenen Fahrzeug in den Urlaub starten und ferne Länder erkunden? Bereits in den 1960er Jahren war diese Form eine beliebte Alternative zu den damals noch recht teuren Flugreisen. Heute denkt man anders: Durch die Öffnung der Grenzen und der modernen Technik der Navigationsgeräte, Routenplaner usw. wird das Reisen mit dem Auto noch einfacher und nach 50 Jahren fortschreitender Automobiltechnik natürlich auch immer komfortabler mit einem Hauch Freiheit.

Familie Yilmaz denkt ähnlich. Jedes Jahr im Sommer besucht sie für drei Wochen die Verwandtschaft in Balikesir in der Türkei. Aufgrund des Abenteuerfaktors wurde beschlossen, dass die Reise in diesem Jahr mit dem Auto erfolgen solle. Die Route ist schnell ermittelt: Von Deutschland geht es südlich, über den Balkan, bis nach geplanten 4 Tagen das Ziel erreicht werden soll. Während sich Frau Yilmaz eher Gedanken über Gepäck, Proviant und Geschenke für die Verwandten macht, überlegt Herr Yilmaz, was versicherungstechnisch zu beachten ist. Im Internet findet er eine Checkliste. Dort stößt er das erste Mal auf die „Grüne Karte“.
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14. Dezember 2016
von Wolfgang Ruch
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Kapitalmarkt – Der Ausblick 2017

Die Kapitalmärkte waren in diesem Jahr sehr aufregend. Ohne Vorankündigung und ersichtlichen Grund sind die Börsen direkt nach Neujahr massiv eingebrochen. Dann gab es des britische Brexitvotum und die unvorstellbare Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Die Börsen waren sehr schwankungsreich. Zum Jahresende hat der Dax aber wieder einen Stand von über 11.000 Punkten.

Die Frage ist aber, wie geht es in 2017 weiter? Soll man eher in Aktien investieren oder doch das Geld lieber auf dem Tagesgeld belassen.
Für meine Kunden setze ich mich regelmäßig mit verschiedenen Analystenmeinungen auseinander, um eine passende Strategie zu entwicklen.

Eine dieser Fachmeinungen kommt von Chris-Oliver Schickentanz (Chief Investment Officer der Commerzbank). Das schöne an dieser Analystenmeinung ist, dass es sie neben der theoretischen schriftlichen Ausarbeitung auch in einfacher Form in den neuen Medien gibt. Hier das aktuelle Video zum Börsenausblick 2017.

Ihr
Wolfgang Ruch

10. Dezember 2016
von Wolfgang Ruch
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Schadensfall Leitungswasser – oder „ich bin mein bester Kunde“

Das Jahr 2016 war versicherungstechnisch für mich eine absolute Katastrophe. Im Januar erhielten wir im Urlaub in der Karibik die Info über einen Leitungswasserschaden aus einem Heizungsrohr in unserem Haus. Das Wasser lief vom Dachgeschoss durch das Badezimmer bis in die Küche im Erdgeschoss. Im Rahmen der Schadenbeseitigung musste das ganze Badezimmer entkernt, die Trockenbauwände neu gestellt und gefliest werden. Ich habe es noch gar nicht geschafft, einen Blogbeitrag dazu zu schreiben, da ereilt mich der nächste Leitungswasserschaden…

20161127_140647Am Sonntag des 1. Advents rief mich mein Vermieter meines Büros in Birkenwerder an und bat mich einmal vorbeizukommen, da Wasser unter der Bürotür ins Treppenhaus läuft… Der entspannte Sonntag war in diesem Moment vorbei und kurze Zeit später sah ich die Bescherung. Das Hauptabflussrohr des Hauses war verstopft und da sich mein Büro im Souterrain befindet, drückte der gesamte Toilettenabfluss des Hauses in mein Büro. Diesmal also leider kein sauberes Leitungswasser.

Warum ich dies so ausführlich beschreibe:
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17. November 2016
von Wolfgang Ruch
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Ist die Private Krankenversicherung (PKV) teurer als die Gesetzliche Krankenkasse (GKV)???

Regelmäßig erhalte ich Rückfragen von Kunden zu ihrer PKV, wenn wieder einmal die Beitragsanpassungen versendet werden. Dabei geht es dann vor allem um die Frage, ob die Gesetzliche Krankenversicherung nicht kostengünstiger wäre und mit welchen Beitragsbelastungen man in der Zukunft rechnen muss.

Der Versicherungsbote hat in einem sehr spannendem Beitrag unter der Überschrift: AOK, TK & Co teurer als die Private Krankenversicherung aufgegriffen und berichtet über eine wissenschaftliche Analyse.

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als in der Privaten Krankenversicherung (PKV). Der Eindruck, die PKV-Beiträge würden steiler ansteigen als die GKV, „muss mit diesen Zahlen widersprochen werden“, sagt das Wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherer (WIP). Dürfte die PKV ihre Beiträge kontinuierlich anpassen, dann könnte sie Mehrkosten der Versicherten in kürzeren Zeitabständen gleichmäßiger verteilen.

Zum vollständigen Beitrag geht es hier.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung
Ihr
Wolfgang Ruch