Im vergangenen Monat kam es an einem Mehrfamilienhaus in der Coburger Innenstadt zu einem spektakulären Versicherungsfall: Ein Wasserzulaufschlauch löste sich kurz nach dem Einschalten von einer Waschmaschine und tausende Liter suchten sich über Stunden lautlos und ungehindert den Weg in jeden Winkel des Hauses. Lehmdecken, Böden und die Wände des knapp 30 Jahre alten Gebäudes saugten sich wie ein Schwamm so voll, dass das Gebäude drohte einzustürzen und alle Bewohner evakuiert werden mussten. Die Schadensumme erreichte einen hohen sechsstelligen Bereich. Der Schadenverursacher war übrigens zur Arbeit gegangen und wurde erst sehr viel später mit dem Ergebnis konfrontiert.
Ein Szenario, von dem viele Wohngebäudeversicherer ein Lied singen könnten. Wie eine aktuelle Statistik des GDV zeigt, häuften sich in den letzten Jahren im Bereich der Wohngebäudeversicherung insbesondere die Schäden im Bereich Leitungswasser immens. Hierunter fallen auch Kosten für Trockenlegungen, Austausch von Fliesen und Parkettböden sowie die Unterbringungskosten des Versicherungsnehmers in ein Hotel bei (temporärer) Unbewohnbarkeit der Wohnräume.
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